Im Gebiet der Schorfheide ist in den letzten Jahrzehnten und insbesondere seit den 80er Jahres des vorigen Jahrhunderts ein Rückgang der oberflächennahen Grundwasserstände und infolge dessen ein Absinken der Seewasserspiegel und das Trockenfallen von Feuchtgebieten und Oberflächengewässern zu verzeichnen. Realisierte Einzelmaßnahmen führten zu keiner nachhaltigen Stabilisierung des Wasserhaushalts. Daher wurde die DHI-WASY GmbH im Juli 2007 vom Landesumwelt Brandenburg beauftragt, durch eine Machbarkeitsstudie die Wechselwirkungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser in Abhängigkeit von Landnutzung und Klima zu analysieren und nachhaltige Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts (LWHH) im großräumigen Untersuchungsgebiet der Schorfheide mit einer Fläche von rund 442 km2 abzuleiten.
Schwerpunkte der Machbarkeitsstudie waren:
- Recherche und Darstellung des historischen/quasi natürlichen Zustands der Gewässer
- Aufbau und Kalibrierung eines LWHH-Modells Schorfheide zur Nachbildung der Austauschprozesse zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser
- Simulation des Ist-Zustandes und von Klimaszenarien (Klimadaten vom PIK, 2007) und Analyse der hydrologischen, wasserwirtschaftlichen und Landnutzungsverhältnisse
- Defizitanalyse und Ableitung von Maßnahmen zur Stabilisierung bzw. Verbesserung des LWHH der Schorfheide
- Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs einschließlich Konfliktanalyse, Einschätzung der Machbarkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen auf den LWHH
- Vorschläge zum quantitativen (hydrologisches) und qualitativen (biologisches) Monitoring