Westlicher Abzugsgraben, mittlerer Nebenarm

Wasserbauliche Vorstudie zur fischgerechten Gestaltung des Westlichen Abzugsgrabens


Mit dem Ziel, Wasser der Stauhaltung an der Havel in Berlin-Spandau so schnell wie möglich abzuleiten, um die Wasserstände des Sommerstauziels einzustellen, wird der Abfluss über das Zitadellenwehr erhöht. Infolgedessen werden im Wehrunterwasser erhebliche Strömungsgeschwindigkeiten erzeugt, die eine Gefahr für das wertvolle Laichsubstrat im Westlichen Abzugsgraben darstellen. In Voruntersuchungen wurde eine optimale Wehröffnung ermittelt, um die hydraulischen Belastungen im Unterwasser des Wehrs soweit zu reduzieren, dass es zu keiner Gefährdung des Laichsubstrats kommt.

Ziel der Projektuntersuchungen war es, weitere regulierbare Möglichkeiten zum Abfluss des Wassers aus der Stauhaltung Spandau zu finden und so möglichst viel Wasser über die Nebenarme zu leiten, damit die Wehröffnung des Zitadellenwehrs konstant gehalten werden kann.

Dafür wurden folgende Schwerpunkte untersucht:

  • Bestandserfassung des Wehranlagenkomplexes und des oberen Teils des Westlichen Abzugsgrabens
  • Entwicklung von Sanierungsmaßnahmen
  • Möglichkeit des Einsatzes einer zweiten Fischaufstiegsanlage
  • Wiederkehrintervalle höherer Abflüsse und mögliche Abflussaufteilungen mit den angrenzenden Gewässern